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Konsequente Erziehung

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Kauf einen jungen Hund und du wirst für Geld wilde entschlossene Liebe bekommen.

(Rudyard Kipling)

 

„Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen. Ziehen Sie stattdessen doch einmal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.“

(Edward Hoagland)

 

Konsequente Erziehung des Welpen

Eine erfolgreiche Welpenerziehung muss konsequent sein.

Zwischen der 8. und 11. Lebenswoche lieben Welpen noch alle Menschen, die nett sind. Ab der 12. Woche bauen sie dann eine feste Bindung zu „ihrem Menschen“ auf.

Um eine emotionale Achterbahn zu vermeiden, muss der Welpe wissen, wer sein „Leitwolf“ ist. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass er Ihnen vertrauen kann, dass Sie das Rudel führen können. Dazu bestehen Sie konsequent auf festen Regeln des Zusammenlebens, unterbrechen von sich aus das Spiel und bestimmen, wann gefressen wird.

Wichtig ist, dass Ihre Familie am gleichen Strang zieht. Was der eine erlaubt, darf der andere nicht verbieten. Und: der Ton macht die Musik. Geben Sie Kommandos mit fester Stimme, Lob mit freundlicher und Tadel mit strenger. Anschreien und Schlagen helfen nicht weiter. Der Welpe muss merken, dass es sich für ihn lohnt, wenn er gehorcht. Loben ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Doch Achtung: Welpen sind bestechlich. Manchmal tun sie nur dann etwas, wenn ein Leckerbissen winkt.

Beschränken Sie deshalb die Belohnungen für das gewünschte Verhalten nicht nur auf Leckerlis. Ein Hund freut sich genauso über Streicheleinheiten und lobende Worte.

 

Hundesprache verstehen

Die Verständigung mit dem Welpen, sein Verhalten verstehen.

Hund und Mensch sprechen verschiedene Sprachen. Hunde verstehen den Sinn unserer gesprochenen Worte nicht, wohl aber unsere Mimik und Gestik. Verständnisschwierigkeiten entstehen immer dann, wenn das Verhalten des Welpen mit menschlichen Maßstäben gemessen wird.

Ein Beispiel der Hundesprache:

Sie kommen nach Hause und finden im Flur Ihre Lieblingsvase in Scherben. Davor steht Ihr Welpe und freut sich unbändig, Sie wieder zusehen. Erstarrt vor Wut, runzeln Sie drohend die Stirn, Ihre Stimme überschlägt sich in wüsten Beschimpfungen. Der Welpe versteht Sie nicht, er hat sich doch bloß gefreut, als Sie zur Tür hereinkamen. So zieht er den Schwanz ein, duckt sich und blickt angstvoll zu Ihnen auf.

Dieses unterwürfige Verhalten soll Sie beruhigen und hat nichts mit schlechtem Gewissen zu tun! Hunde kennen kein schlechtes Gewissen. Daher dürfen Sie auch nicht erwarten, dass der Welpe durch Ihre Reaktion seine Lektion gelernt hat. Er hat lediglich gelernt, sich nicht mehr zu freuen, wenn Sie heimkommen. Besser ist es in einer solchen Situation den Ärger herunterzuschlucken, den Hund aus dem Gefahrenbereich zu bringen, und die Scherben ohne ein Wort wegzuräumen. Tat und Bestrafung müssen unmittelbar hintereinander erfolgen, sonst versteht der Hund den Zusammenhang nicht.

 

Beißhemmung des Welpen trainieren

Dem Welpen das Zwicken und Knappen abtrainieren.

Wenn der Welpe beim Spiel zu fest zupackt, sofort laut „quietschen“ und das Spiel beenden. (Das würde auch der Welpe tun, wenn er von einem anderen Hund zu fest gezwickt wurde.) Wenn Sie die Hand erschrocken wegziehen, schnappt der Welpe begeistert nach. Ignorieren Sie den Hund für einige Zeit und fordern ihn dann von sich aus zum Weiterspielen auf.

 

Hochspringen des Welpen am Menschen

Dem Welpen das Hochspringen abgewöhnen.

Welpen versuchen, durch Hochspringen ans menschliche Gesicht zu gelangen, um die Mundwinkel zu lecken. Sie wollen damit ihre Demut demonstrieren. Je mehr Sie darüber schimpfen, desto heftiger springt der Welpe, um Sie zu beruhigen und seine Unterwürfigkeit kundzutun. Wegschieben deutet der Welpe als Signal zum Spiel, mit dem er Ihre Aufmerksamkeit erringt. Abhilfe: Bleiben Sie regungslos stehen, reden Sie nicht mit dem Hund und schauen Sie ihn nicht an. Wenn er sich irgendwann hinsetzt, bücken Sie sich sofort und loben ihn.

 

Welpenverhalten im Straßenverkehr

Das Verhalten des Welpen auf der Straße.

Um zu lernen, daß er nicht einfach über die Straße rennen darf, bleiben Sie an der Bordsteinkante stehen und lassen den Welpen sitzen. Wenn die Straße frei ist, lassen sie den Hund aufstehen und überqueren dann langsam die Straße.

Welpen und auch erwachsene Hunde mögen es nicht, wenn der Verkehr sich hinter ihrem Rücken abspielt. Gehen Sie daher am Straßenrand immer dem Verkehr entgegen.

 

Welpen alleine lassen

Der Welpe allein daheim

So niedlich und schmeichelhaft die Anhänglichkeit Ihres Welpen auch ist, Sie müssen ihm möglichst früh beibringen, allein im Haus zu bleiben. Beginnen Sie mit der Übung nach einem ausgiebigen Spaziergang oder einem guten Fressen, denn dann ist der Welpe erschöpft und zieht sich in sein Körbchen zurück. Spielzeug und Kauknochen lenken ihn nach dem Aufwachen ab.

Gehen Sie zunächst einfach nur zum Briefkasten oder zur Mülltonne und verabschieden Sie sich nicht. Hören Sie den Vierbeiner drinnen herzzerreißend wimmern, weisen Sie ihn von draußen durch ein „Nein!“ zurecht. Für Ihre Wiederkehr wählen Sie einen Moment, in dem drinnen alles ruhig ist. Hat der Welpe brav auf Sie gewartet, loben Sie ihn ausgiebig. Dehnen Sie die Pausen zwischen Weggehen und Wiederkommen langsam aus.

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