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Ektopischer Ureter (eU)

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Bei uns, der IG Wäller & Friends werden nur noch untersuchte Hunde zur Zucht eingesetzt, d.h. um unserem Anspruch auf Zucht gesunder Hunde gerecht zu werden und um zu verhindern, dass sich dieses Problem einschleicht und ausbreitet, werden nur noch eU-frei geschallte Wäller und Briards zur Zucht eingesetzt.

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Nur bei Hunden, bei denen kein Hinweis auf eine erblich bedingte Erkrankung der Ureteren diagnostiziert wurde, besteht keine Zuchteinschränkung gemäß den Richtlinien der IG Wäller & Friends im IHV e.V.

Keine Zuchterlaubnis erhalten Hunde, wo eine Abweichung der Ureterenmündungen, d.h. ektopischen Ureter in einer leichteren Form festgestellt wurde, oder Hunde, bei denen ein/beide Ureter(en) eindeutig ektopisch mündet/münden.

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In Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Giessen wurde ein Auswertungsbogen entwickelt. Die Hunde werden von den Tierkliniken oder bei den Tierärzten, welche die Erfahrung und das Equipment dazu haben untersucht und die Daten werden dann zentral bei Frau Dr. Hartmann in Eppstein ausgewertet um ein einheitliches Ergebnis zu erhalten, vergleichbar mit den HD-Auswertungen.

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Bescheinigung: Ektopischer Ureter (eU)  –  ohne Befund

Bei Dschiny gibt es keinen Hinweis auf eine erblich bedingte Erkrankung der Ureteren (ektopischer Ureter) getestet 17.05.2013 u. ausgewertet Justus-Liebig-Univerisät Giessen 23.05.2013

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Allgemeine Informationen zur Erkrankung

Bei ektopischen Ureteren handelt es sich um eine angeborene Missbildung, bei welcher die Mündung der Harnleiter (Ureteren) zu weit caudal (hinten) liegt. Beim nicht betroffenen Hund findet sich die Ureterenmündung im sogenannten Trigonum vesicae ungefähr 1.0 -1.5 cm cranial (vor) des Übergang der Blase in die Harnröhre (Urethra), dem sogenannten vesikulourethralen Übergang. Beim ektopischen Ureter stellt sich die Mündung eines oder beider Ureteren im Blasenhals oder der Urethra dar. Das häufigste klinische Symptom ist eine Harninkontinenz. Dabei treten die Symptome, vor allem bei Hündinnen, meist bereits im Welpenalter auf. Bei Rüden hingegen können die klinischen Symptome auch erst im Erwachsenalter sichtbar werden. Die Prostata des Rüdens übt Druck auf die fehlerhaft angelegt Mündung des Ureters/der Ureteren aus und verhindert somit unter Umständen eine Inkontinenz. Erst im Zuge der Verkleinerung der Prostata nach Kastration oder bei krankhaften Prozessen der Prostata kommt es zum Auftreten von Inkontinenz.

Da die Ausprägung der Missbildung unterschiedlich sein kann, treten nicht bei allen betroffen Hunden klinische Symptome auf. Dies bedeutet, dass auch klinisch unauffällige Hunde betroffen sein können und die Erkrankung an Ihre Nachkommen vererben können. Infolge eines ektopischen Ureters kann es zu einer Stauung des betroffenen Ureters und im Weiteren einer Stauung des Nierenbeckens mit Schädigung der Niere kommen.

Ultraschalluntersuchung ab 8. Lebenswoche

Im Gegensatz zur Untersuchung auf Hüftgelenksdysplasie handelt es sich beim ektopischen Ureter um eine angeborene Missbildung, d.h. die Veränderung ist bei der Geburt vorhanden und entwickelt sich nicht erst im Laufe der folgenden Wochen oder Monate. Die Untersuchung kann daher bereits beim Welpen erfolgen und setzt nicht voraus, dass der Hund ausgewachsen ist. Es empfiehlt sich jedoch bis zur 7./8. Lebenswoche mit der Untersuchung zu warten.

In der Regel ist keine Narkose erforderlich

In der Regel ist die Ultraschalluntersuchung auf ektopische Ureteren ohne Sedation oder Allgemeinanästhesie möglich. Ausnahme bilden unkooperative Hunde, die nicht ausreichend lange ruhig auf dem Rücken liegen bleiben möchten. Hier kann es notwendig sein die Hunde zu sedieren, um die Untersuchung durchführen zu können und den Stress für Besitzer, Untersucher und Hund zu minimieren.

 

Quelle:

Dr. med. vet. Antje Hartmann

Dipl. ECVDI, MRCVS

European Veterinary Specialist in Diagnostic Imaging

Fachtierärztin für Radiologie und andere Bildgebende Verfahren

Justus-Liebig-Universität Giessen

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Weitere Informationen zu eU findet man unter “ Ektopischer Ureter“ 

und unter „Ektopischer Ureter II“ 

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