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Aktuelles, Neues, Welpen …

8. Woche F-Wurf

Es ist ein Wunder, sagt das Herz.
Es ist viel Sorge, sagt die Angst.
Es ist viel Verantwortung, sagt der Verstand.
Es ist das größte Glück auf Erden, sagt die Liebe!

 

Montag, 06.05.2019 – 50. Tag 

 

Hallöchen, guten Morgen liebe Leute, es grüßen die Wilden aus dem Bambuswald. 

 

 

Meine Bamboos sind jetzt 7 Wochen alt. Sie sind riesig, wild und unglaublich süß. Noch eine Woche werde ich mich von ihnen jeden Morgen aufs Neue feiern lassen dürfen, als ob es die erste, oder letzte Begegnung mit ihnen wäre. Liebe und Lebendigkeit im Übermaß. Ein wahrer Genuss. Dann werden die Ersten uns verlassen … mal sehen, was Dilay dazu sagt. 

Aber die Welpen haben jetzt wieder das gewisse Alter erreicht: sie wollen mehr, sie wollen ankommen, Familie, Bindung, dabei sein. Sie warten jetzt, bis wir bei ihnen sind. Sie sind sich selbst fast nicht mehr genug. Auch im Rudel nicht.

Bei den Bamboos ist nun übermütiges Toben, Üben und Spielen ist an der Tagesordnung. Sie messen sich in Macht, Kraft und Dominanz. Kleine kurze Spiel-Kampf-Attacken, wer ist stärker und wer unterwirft sich lieber? (Oder wer kann das Zelt zuerst zerlegen, den Karton zernagen oder den Tunnel platt machen?)

Wenn sie jetzt beißen, ist das schon ein ganz anderes Gefühl. Manchmal hört man einen Welpen weinen, dann hat´s der andere  zu sehr ins Ohr, Bein oder Rute ab bekommen. Kleine fiese spitze Zähnchen bohren sich auch bei mir in weiche Haut. Feste Kiefer malmen in alles, Füße, Beine, Pullover …. nicht´s ist sicher. Eine angeborene Beißhemmung gibt es nicht, wir müssen ihnen Einhalt gebieten und deutlich zeigen, dass es uns weh tut. Auf mein deutliches „Nein“ wird auch schon reagiert – wenn z.B. die Wandverkleidung ein weiteres Mal demontiert werden soll. 😉

 

V o r s c h a u

 

Dienstag, 07.05.2019 – 09.30  Uhr – Wurfabnahme, d.h. Besuch unseres Tierarztes bei uns Zuhause zum Chippen, Impfen und Untersuchen (incl. Wesenstest) der Welpen.

 

Donnerstag, 09.05.2019 – ab 08.30 Uhr – eU-Untersuchung  (Ultraschall) durch Herrn Dr. Schaub an der Justus-Liebig-Universität Giessen und späterer Auswertung durch Frau Dr. Hartmann, Glashütten. 

 

Die Wurfabnahme

Bevor nun der Welpe in der 8. Lebenswoche den Bambuswald verlässt, wird eine so genannte Wurfabnahme durchgeführt. Jeder Welpe wird genau in Augenschein genommen. 

Jeder Züchter, der mit seiner Zucht in einem anerkannten Verein registriert ist, bei uns ist es der IHV e.V., lässt seine Welpen von einem Zuchtwart begutachten. Dabei wird das Verhalten (ängstlich, scheu, zurückhaltend, oder frei und offen) sowie der allgemeine Gesundheitszustand bewertet. Es wird geschaut, ob der Kiefer die richtige Stellung aufweist (Schere, Zange, Vor- Rückbiss) – Scherengebiss ist erwünscht, die Rute wird auf Vorliegen einer Knickrute untersucht, der Bauch wird auf das Vorhandensein eines Nabelbruchs abgetastet und beim Rüden wird kontrolliert, ob sich die Hoden bereits im Hodensack befinden, beziehungsweise ob sie tastbar sind. Dies ist bei uns bereits im April gemacht worden. Eine Kopie des s.g. Welpeneinzelabnahmeprotokolls ist für Euch bestimmt.

Der Tierarzt, der die Zuchtstätte betreut kennt die Unterbringung sowie das gesamte Umfeld der Hunde des Züchters, den Gesundheits- und Pflegezustand der Zuchttiere, weil er im Vorfeld den Zwinger regelmäßig inspiziert hat. Dieser macht bei mir die 2. Wurfabnahme, bei der tiermedizinische Kenntnisse zusätzlich erforderlich sind, kurz vor der Abgabe. Der Tierarzt prüft, ob der Welpe normal hören und sehen kann, ob die Schleimhäute normal sind, ob die Augen und Ohren frei von Entzündungen oder Parasiten sind. Mit dem Stethoskop wird der Welpe auf normale Herz- und Lungenfunktion überprüft. Auch er schaut sich nochmals den Kiefer, die Rute und die Hoden an. Die beim Züchter durchgeführten Entwurmungen werden dokumentiert.

Schließlich wird der Welpe geimpft. Die durchgeführten Impfungen werden in den EU-Heimtierausweis eingetragen. Schließlich wird jeder Welpe einem Wesenstest unterzogen, den Auswertungsbogen erhaltet ihr zusammen mit dem EU-Heimtierausweis.

Durch einen/unseren erfahrenen Tierarzt besteht für uns, den Züchter und den Welpenkäufer somit die Sicherheit, dass sich der Welpe zum Zeitpunkt der Begutachtung in einem Top-Gesundheitszustand befindet.

 

eU – Ektopische Ureter

Beim gesunden Hund transportiert der Harnleiter den in den Nieren produzierten Urin in die Blase. Die Blase ist nach außen durch einen Schließmuskel von der Harnröhre getrennt. Beim Urinieren geht der Schließmuskel auf und die Blase kann sich entleeren.
Unter einem ektopischen Ureter versteht man einen Harnleiter der nicht an der richtigen Stelle mündet. Das bedeutet, dass der Harnleiter zu weit hinten mündet, z.B. direkt in die Harnröhre oder in die Scheide.

Bei uns, den Wäller & Friends, IG im IHV e.V. werden nur noch untersuchte Hunde zur Zucht eingesetzt, d.h. um unserem Anspruch auf Zucht gesunder Hunde gerecht zu werden und um zu verhindern, dass sich dieses Problem einschleicht und ausbreitet, werden nur noch eU-frei geschallte Wäller und Briards zur Zucht eingesetzt.
Die Ultraschalluntersuchung wird ohne Narkose durchgeführt und wird sogar von noch nicht abgesetzten Welpen problemlos toleriert. (So brauch auch beim erwachsenen Hund nicht mehr der komplette Bauch kahl rasiert zu werden.)

 

Nur bei Hunden, bei denen kein Hinweis auf eine erblich bedingte Erkrankung der Ureteren diagnostiziert wurde, besteht keine Zuchteinschränkung gemäß den Richtlinien der Wäller & Friends IG im IHR. e.V.

Keine Zuchterlaubnis erhalten Hunde, wo eine Abweichung der Ureterenmündungen, d.h. ektopischen Ureter in einer leichteren Form festgestellt wurde, oder Hunde, bei denen ein/beide Ureter(en) eindeutig ektopisch mündet/münden.

Die Wäller & Friends, IG im IHV e.V.  haben in Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität Giessen einen Auswertungsbogen entwickelt. Die Hunde werden von den Tierkliniken oder bei den Tierärzten, welche die Erfahrung und das Equipment dazu haben untersucht und die Daten werden dann zentral bei Frau Dr. Hartmann in Glashütten ausgewertet um ein einheitliches Ergebnis zu erhalten, vergleichbar mit den HD-Auswertungen. Diese Bescheinigung geht Euch direkt per Post von Frau Dr. Hartmann zu. (Nach meinem letzten Kenntnisstand, werden inzwischen leider nur noch für Wällerwelpen,  die den Wäller & Friends angehören, auch die entsprechenden Auswertungen für eU angefordert. )

Und da sich Welpenfamilien des F-Wurf  mit dem Gedanken tragen, ggf. die Zuchtzulassung (ZZL) mit ihrem Wäller zu machen, werden mit der Untersuchung bereits jetzt die richtigen Weichen gestellt.

 

Sonntag, 12.05.2019 – 56. Tag 

Heute sind sie 8 Wochen alt und es schnuppert schon sehr nach Abschied.

 

Am vergangenen Dienstag wurden alle Welpen gechipt, geimpft und untersucht. Mit jedem einzelnen haben wir einen Wesenstest gemacht. Der Wurf gefiel unserem Tierarzt sehr gut. Ich bin glücklich über diese wundervolle große stabile Genetik. Und so sind auch die Unterlagen jetzt direkt in Bearbeitung und anschließend unterwegs zum Verein, um die Ahnentafeln zu beantragen.

 

Die Welpen haben sich nicht wirklich von dem Prozedere beeindrucken lassen und sind anschließend wieder lustig ins Rudelwurfgeschehen eingetaucht. Es wurde  eifrig um die 10 Eutersticks  gekämpft, die den 10 Zwergen zur Verfügung standen. Es ist ein starker schöner Wurf mit sehr wesensfesten Hunden!

Am Nachmittag habe ich versucht, die Bande nochmal einzeln zu fotografieren. Inzwischen ist das ein nicht wirklich einfaches Unterfangen. Saß der Welpe, war der Ball weg. Lag der Ball parat, sprang der Bamboo-Wusel zur Seite oder Dilay versuchte auch noch auf das Foto zu kommen. 🙂 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber irgendwann waren alle im Kasten…. und schaut Euch mal die Nasen an! Nach dem Regen tags zuvor, war buddeln und graben angesagt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser zeitiger Ultraschalltermin am Donnerstag mit den 10 Wällerchen verlief problemlos, genau wie die Fahrt nach Giessen. Die starteten wir kurz nach 7 h im Konvoi. 3 Familien hatten sich bereit erklärt, mich bei der logistischen Herausforderung zu unterstützen.

Herr Dr. Schaub und weitere nette Kollegen und angehende Ärzte erwarteten uns bereits. Nicht alle Tage werden 8 Wochen alte Welpen geschallt, da stellen sich gerne viele zur Verfügung um zu helfen und vor allem, um Dr. Schaub über die Schulter zu schauen.

 

Es wurde das Untersuchungszimmer bezogen, das Welpengehege aufgebaut und einer nach dem anderen über das Gelände hereingetragen. Die kleine Meute war NUR lieb, die Anwesenden alle begeistert.

 

 

Die Ultraschalluntersuchungen verliefen entsprechend ruhig ab, meine Bamboos schliefen währenddessen alle in der dafür vorgesehen Schale ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem alle erfolgreich geschallt waren, machte sich die komplette Mannschaft am Nachmittag wieder Richtung Bambuswald auf den Weg. Was für ein Abenteuer für die kleinen Racker. Alle fielen zuhause in einen Komaschlaf und auch Dilay war total gechillt.

Damit geht die 8. Woche nun auch zu Ende – wir sehen uns in der 9ten. 

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